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Fränkischer Tag Bamberg
vom 17.09.2008, S. 9, Lokales
Gemeinsamkeit ist der Schlüssel zum Erfolg
Integration
In der
Hainschule gibt es die erste
integrative Kooperationsklasse in der Stadt Bamberg.
Bamberg Am gestrigen ersten Schultag ist in der Hainschule die erste integrative Kooperationsklasse Bambergs an den Start gegangen. Darin werden 18 Regelschulkinder zusammen mit acht behinderten
Kindern aus der Bertold-Scharfenberg-Schule Bamberg unterrichtet.
Ihre Lehrerinnen sind Elke Zier von
der Hainschule und die Sonderpädagogin Sonja Fiedler von der Bertold-Scharfenberg-Schule, die ihrerseits von Sonja Kozak unterstützt werden, eine Erzieherin der Bertold-Scharfenberg-Schule,
die auch die
Nachmittagsbetreuung übernehmen wird. Die Integration soll sich
selbstverständlich auch auf die Freizeit erstrecken.
Initiiert wurde das Projekt durch Eltern von Kindern mit Down Syndrom,
um neben den bisherigen Schulalternativen – Förderschule und
Einzelintegration in einer Regelschule – eine weitere Wahlmöglichkeit
für die Ausbildung zu
bieten. Die Eltern haben
sich zum "Förderverein Integrative Schule Bamberg" (FISBA) zusammengeschlossen, um Kindern mit Behinderung oder
Entwicklungsverzögerung sowie Verhaltensauffälligkeiten eine bessere
Integration zu ermöglichen.
Sie orientierten sich dabei an der integrativen
Kooperationsklasse in Coburg, die dort seit mehreren Jahren erfolgreich arbeitet.
Die Schulleiter der Bertold-Scharfenberg-Schule sowie der Hainschule,
Peter Wambach und Hannelore Tuchscherer, erklärten sich zusammen mit ihren Lehrerkollegien spontan bereit,
ein solches Projekt zu unterstützen und zu verwirklichen. Etwa ein Jahr
lang dauerten die Vorbereitungen. Vor allem waren
verwaltungstechnische und Finanzierungsfragen zu klären.
Unterrichtet wird nach dem offiziellen Lehrplan in der Form eines so genannten offenen
Lernens, z. B. durch Wochenplanarbeit, Freiarbeit und Projektunterricht.
Diese Unterrichtsformen ermöglichen eine Differenzierung und
Individualisierung, so dass jedes Kind Aufgaben erhält, die seinem
Entwicklungsstand entsprechen.
Möglich gemacht wurde das
Projekt nicht zuletzt durch
Spenden der PSD Bank Bamberg sowie der Bamberger Service Clubs, die die
Hälfte der bei "Bamberg zaubert"
erwirtschafteten Einnahmen dem Förderverein zur Verfügung stellten. Von
diesen Fördergeldern wird der Verein Lehr- und Lernmittel anschaffen,
über welche die beiden
beteiligten Schulen noch nicht verfügen. Auch werden finanzielle Mittel
benötigt, um den Raum für die Nachmittagsbetreuung auszustatten.
Die neue integrative Klasse
war gestern auch Bürgermeister Werner Hipelius einen Besuch wert. Er freute sich, dass Eltern und Lehrer
ihren Plan realisieren konnten. Die
Kooperationsklasse erweitere das Bildungs- und Förderangebot in Bamberg
entscheidend, sagte Hipelius. Er sicherte dem Verein die Unterstützung der Stadt Bamberg zu. Die fachliche Leiterin der Staatlichen Schulämter, Gisela
Bauernschmitt, sieht der Kooperation mit großen Erwartungen entgegen.
Der Förderverein Integrative Schule Bamberg beabsichtigt mittelfristig,
nach dem jetzigen Grundschul-Projekt, das auf vier Jahre angelegt ist,
eine weiterführende Schule für die Fortführung der
Integrationsmaßnahme zu
gewinnen. Auch möchte man in Zukunft mit anderen Regelschulen ähnliche Projekte realisieren. Dafür ist der
Förderverein auf Unterstützung angewiesen. Wer sich für seine
Arbeit interessiert, bekommt unter der Rufnummer 09505/806994 nähere Informationen. gg
www.fisba-bamberg.de.

Ein neu gepflanzter Baum im Garten der Schule symbolisiert das neue
Miteinander an der Hainschule. Foto: Barbara Herbst.
Fränkischer Tag Bamberg vom 17.09.2008, S. 1, Titelseite
Gänsehaut am
ersten Schultag
Abc-Schützen
Erstklässler hatten ihren großen Auftritt.
Bamberg
Neugier und ein bisschen Gänsehaut, aber auch Freude über gelbe Mützen
(für die Sicherheit auf dem Schulweg) und prall gefüllte Schultüten: Für
die rund 2000 Abc-Schützen im Raum Bamberg begann gestern das große
Abenteuer Schule. Besonders spannend wurde es in der Hainschule, wo die
erste integrative Kooperationsklasse Bambergs an den Start ging. Darin
werden 18 Regelschulkinder zusammen mit acht behinderten Kindern
unterrichtet. Der Förderverein Integrative Schule Bamberg beabsichtigt
mittelfristig, auch eine weiterführende Schule für das
Kooperationsprojekt zu gewinnen.

Hanna und Tizian aus der Schule in Bug sind zwei der rund 2000
Abc-Schützen in Stadt und Landkreis Bamberg, für die gestern der "Ernst
des Lebens" begann. Foto: Harald Rieger.
Fränkischer Tag Bamberg vom 30.08.2008, S. 13,
Lokales
Service-Clubs helfen
Kindern
Spende
Der Verein Fisba und der Pfad für Kinder teilen
sich den Erlös aus dem
„Zauberhaften Sommerfest“ in
Höhe von 7000 Euro .
Bamberg Das
„Zauberhafte Sommerfest“ der
Bamberger Service-Clubs hat sich mittlerweile als eine der größten Wohltätigkeits-Aktionen der
Region etabliert.
Rund 150 Helfer waren am
Wochenende von „Bamberg zaubert“ im Innenhof von Schloss Geyerswörth aktiv, um das überaus
gelungene Fest mit Musik, kulinarischem Genuss und Zauberei zu
unterstützen.
Der Reinerlös des Festes in Höhe
von 6700 Euro wurde von den Clubs auf 7000 Euro aufgerundet. Der Scheck
ist vor kurzem im Innenhof von Schloss Geyerswörth den glücklichen
Empfängern überreicht worden.
Zwei soziale Einrichtungen teilen sich die Summe: Pfad für Kinder, der
Verein für Pflege- und Adoptivelternverein in Bamberg und
Umgebung, sowie der Förderverein integrative Schule Bamberg (Fisba). Hier wie dort ist die
Spende zweckgebunden: Beim Pfad für Kinder kommt sie einer einwöchigen
Kinder- und Jugendfreizeit für Pflege- und Adoptivkinder zugute.
Fisba wird seinen Anteil für
pädagogische Spiele und Lernmaterial einsetzen, die vom Staat bzw. der
Stadt nicht gefördert werden.
Das „Zauberhafte Sommerfest“
wurde unter der Leitung des Lions Club Bamberg-Michelsberg organisiert.
Insgesamt nahmen zwölf Service-Clubs teil: Ambassador, Inner Wheel, Internationaler
Frauenclub, Kiwanis, Leo Club „Kellerlöwen“, Lions Bamberg, Lions
Bamberg-Michelsberg, Old Table 187, Rotaract, Round Table 187,
Soroptimist International Bamberg Kunigunde sowie Soroptimist
International Bamberg Wilde-Rose.

Hildegard Götz von Pfad für Kinder (vorne links) und Dr. Udo Ostermann
von Fisba (vorne, Mitte) freuen sich über ihre Schecks. Foto: Ronald
Rinklef
Fränkischer Tag Bamberg vom 16.07.2008, S. 10,
Lokales
Serviceclubs laden ein zu einem zauberhaftem Fest
Stimmung
Am Freitag ist Auftakt.
Der Erlös geht an soziale
Einrichtungen.
Bamberg
Musik, kulinarische Genüsse, zauberhafte Atmosphäre – und alles
für einen guten Zweck: Das verspricht das „3. Zauberhafte Sommerfest“
von zwölf Bamberger Serviceclubs am 18. und 19. Juli, dem Wochenende von
„Bamberg zaubert“.
Das Organisationskomitee der zwölf Bamberger Serviceclubs, die die
dritte Auflage des Zauberhaften Sommerfestes unter der Leitung des
Lions-Clubs Bamberg-Michelsberg ausrichten, wird mit dem Erlös – im
vergangenen Jahr immerhin 8000 Euro – zwei soziale Einrichtungen unterstützen: „Pfad“ für Kinder
(Pflege und Adoptivelternverein Bamberg und Umgebung) und Fisba Bamberg
(Förderverein integrative Schule Bamberg). Hier wie dort ist die Spende
zweckgebunden: Bei dem „Pfad“ für Kinder kommt sie einer einwöchigen
Kinder- und Jugendfreizeit für Pflege- und Adoptivkinder zugute.
Fisba wird seinen Anteil für
pädagogische Spiele und Lernmaterial einsetzen, die vom Staat bzw. der
Stadt nicht gefördert werden.
Das Sommerfest beginnt am Freitag, 18. Juli, um 18 Uhr. Ab 19 Uhr tritt
„Big Sound Jack“ mit Rock- und Pophits auf. Am Samstag startet das Fest
bereits um 16 Uhr. Um 19 Uhr betritt das Duo Brand Old (Uwe Gaasch und
Waldi Bauer) die Bühne und spielt Hits der 60er und 70er Jahre. An
beiden Tagen wird das Programm um Zauberauftritte bereichert (Freitag:
19+21 Uhr; Samstag: 17, 19 und 21 Uhr).
Die ausrichtenden Serviceclubs sind Ambassador, Inner Wheel,
Internationaler Frauenclub, Kiwanis, Leo Club „Kellerlöwen“, Lions
Bamberg, Lions Bamberg-Michelsberg, Old Table 187, Rotaract, Round Table
187, Soroptimist International Bamberg Kunigunde sowie Soroptimist
International Bamberg Wilde-Rose.
Fränkischer Tag Bamberg vom 15.01.2008, S. 9, Lokales
Geld für den Förderverein
Bamberg
Die Bamberger Filiale der PSD Bank Nürnberg hat 2500 Euro an den im
letzten Jahr gegründeten Förderverein integrative Schule Bamberg e.V.
gespendet. Der Verein setzt sich für integrative Kooperationsklassen in
Bamberger Grundschulen ein. Vereinsvorsitzende Elfi Färber
und der 2. Vorsitzende Udo Ostermann
freuten sich über die Starthilfe im neuen Jahr, die Filialleiter Markus Kastner
überreichte.
Fränkischer Tag Bamberg vom 20.04.2007, S. 12,
Lokales
„Es ist normal, verschieden zu sein!“
Integrationspädagogik
Der
Förderverein integrative Schule Bamberg e.V. „FISBa“
setzt sich dafür ein, dass Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam
eine Schule besuchen können.
Evi Seeger Bamberg
„Es ist normal, verschieden zu sein!“ Dieses Wort des
Ex-Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker hat sich die
Integrationspädagogik zur Maxime gemacht. Ihr Ziel ist es, dass Kinder
mit und ohne Behinderung gemeinsam leben und lernen können. Doch obwohl
sich die Integration von Kindern mit Beeinträchtigung oder mit
sonderpädagogischem Förderbedarf in Kindertagesstätten bereits aufs
Beste bewährt hat, ist sie an bayerischen Schulen bislang immer noch die
Ausnahme. In Bamberg Stadt und Landkreis haben sich nun interessierte
Eltern und Pädagogen zu einem Verein zusammengeschlossen, der sich dafür
einsetzt, dass Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam eine Schule
besuchen können. „FISBa“ –
Förderverein integrative Schule Bamberg e.V. – nennt sich die
Vereinigung, die in enger Zusammenarbeit mit „FISCo“ dem Förderverein gleicher Intention in Coburg steht.
Dort gibt es bereits seit dem
Jahr 2001 integrative Kooperationsklassen. In der Praxis funktioniert
das so: 18 Regelschüler und sieben Schüler mit sonderpädagogischem
Förderbedarf werden an einer Grundschule Tür an Tür in zwei Klassen im
„Team-Teaching“ von zwei Pädagogen unterrichtet. Eine Lehrkraft kommt
aus dem Sonderschulbereich, eine aus dem Grundschulbereich. Im
Schulalltag erleben sich die Kinder der beiden Klassen als eine
Gemeinschaft.br>
Elfi Färber, Vorsitzende des neugegründeten Vereins
FISBa, ist sicher, dass es auch in
Bamberg Stadt und Umland viele Eltern gibt, die sich ein solches
Schulmodell wünschen. Der gemeinsame Unterricht komme der
Sozialentwicklung aller Kinder zugute. Das „Anderssein“ diene als
positive Anregung und die Kinder würden einander in ihrer
„Vielfältigkeit“ akzeptieren. Färber glaubt sicher zu wissen, dass
Kinder aus Integrationsklassen häufiger gern zur Schule gehen als Kinder
aus nichtintegrativen Klassen. Dies sei auf das bessere Unterrichtsklima
zurückzuführen, von dem alle Kinder profitieren. So gebe es auch keine
Angst, etwas Falsches zu sagen und keiner lache den anderen aus.
Durch das Zwei-Pädagogen-System hätten die Lehrer die Chance, auf jeden
Schüler individuell einzugehen. Untersuchungen hätten bewiesen, dass die
Leistungen der Regelschüler in Integrationsklassen keinesfalls
beeinträchtigt werden. Selbst die Lehrkräfte könnten aus
Integrationsklassen Nutzen ziehen: Sie teilen sich die Verantwortung und
können sich gegenseitig entlasten, woraus eine Steigerung der
„Berufszufriedenheit“ resultiere.
Der neu gegründete Förderverein „FISBa“
hofft, dass bereits ab 2008 eine integrative Kooperationsklasse an einer
Grundschule eingerichtet werden kann. Inzwischen will
FISBa Öffentlichkeitsarbeit leisten
und künftig auch Mittel für Projekte oder Ausstattung und spezielle
Lernmittel zur Verfügung stellen.

Was im Kindergarten bestens funktioniert, sollte auch in der Schule
möglich sein, findet der Verein "FISBa". Fabian, ein Kind mit
sonderpädagogischen Bedürfnissen (links) mit seinen Spielkameraden
Peter, Hannah und seinem Bruder Tizian (von links) im Kindergarten.
Foto: Evi Seeger
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